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Formularinhalt übersetzen

Feldtitel, Auswahllisten, Leittexte, Tooltips — alles, was der Anwender im Formular liest, kann in mehreren Sprachen vorliegen. Gepflegt wird das im Formular-Editor im Reiter Sprachen.

Abgrenzung

Diese Seite behandelt den Inhalt eines Formulars. Die Bedienoberfläche von KCForms (Menüs, Knöpfe, Dialoge) wird an anderer Stelle übersetzt — siehe Sprachen (Oberfläche).

Basissprache und Zielsprachen

Die Basissprache ist die Sprache, in der die Texte im Formular selbst stehen. Sie wird nicht übersetzt, sie ist die Quelle. Zielsprachen kreuzt man darunter an; ihre Texte liegen getrennt vom Formular und werden pro Sprache gespeichert.

Fehlt eine Übersetzung, zeigt das Formular automatisch den Basistext. Eine nur halb übersetzte Sprache ist damit unkritisch — es entstehen keine Lücken.

Der Sprach-Umschalter erscheint im Formular erst, wenn mindestens eine Zielsprache angeboten wird.

Was übersetzt wird

Die Tabelle listet jeden übersetzbaren Text des Formulars, mit Feldbezug in der ersten Spalte:

Merkmal Was es ist
Formular-Titel, Formular-Beschreibung Kopf des Formulars
Seiten-Titel Reiter mehrseitiger Formulare
Titel, Kurztitel, Beschreibung am einzelnen Feld
Leittext kc:text-Elemente
Tooltip, Tooltip-Titel Kurzhilfe am Feld
Platzhalter grauer Text im leeren Eingabefeld
Auswahl Einträge einer Auswahlliste
Ja-Label, Nein-Label Beschriftung von Ja/Nein-Feldern
Fehlermeldung Text eines Validators
Button, Picker-Titel Schaltflächen und Auswahldialoge
Linktext, Alt-Text Links und Bilder
Block-Titel Zeilen-Überschrift einer Detailtabelle in Blockansicht
ARIA-Label, Hilfe-Vorlesetext, Feldgruppen-Legende Texte für Screenreader
Formular-Knopf zusätzliche Knöpfe des Formulars (Formulareigenschaften → Knöpfe)
Prüfmuster-Meldung Meldung, wenn eine Eingabe nicht zum Prüfmuster passt
Unterschrift-Knopf, Unterschrift-Bestätigung Beschriftung und Bestätigungssatz eines Unterschrift-Feldes
Such-Dialog-Spalte Spaltenüberschriften im Such-Dialog eines Feldes
Workflow-Stufe Namen der Stufen eines Freigabe-Workflows

Eine Zeile erscheint nur, wenn der Text in der Basissprache gepflegt ist — ein leeres Feld hat nichts zu übersetzen.

Standardtexte übersetzen lassen

Manche Texte schreibt der Editor selbst ins Formular: „Seite 2“, die Namen der Start-Stufen eines Workflows, die Ja/Nein-Paare der Schnellwahl, die Meldungen der Prüfmuster-Vorlagen, den Unterschrift-Knopf. Er schreibt sie in der Basissprache des Formulars. Ein neu angelegtes Formular bekommt als Basissprache die Sprache, in der Sie den Editor benutzen.

Für diese Texte kennt KCForms die Übersetzung schon. Der Knopf „Standardtexte übersetzen“ über der Tabelle trägt sie in alle leeren Zellen ein, deren Basistext wörtlich ein solcher Standardtext ist. Vorhandene Übersetzungen bleiben, wie sie sind, und ein umformulierter Text („Antrag speichern“ statt „Speichern“) bekommt keinen Vorschlag. Gespeichert wird wie immer erst mit „Speichern“.

Gezielt nachtragen

Über der Tabelle stehen drei Filter, die zusammenwirken:

  • Merkmal — beschränkt auf eine Textsorte, z.B. nur die Titel.
  • Suchen — Volltext über Feldbezeichnung, Basistext und die bereits eingetragene Übersetzung.
  • Status — Nur offene zeigt die Zeilen, in denen mindestens eine Zielsprache noch leer ist. Das ist die Sicht zum Lückenfüllen.

Rechts steht immer, wie viele der Zeilen gerade sichtbar sind. Der Filter betrifft ausschließlich die Anzeige: Ausgeblendete Zeilen behalten ihre Werte und werden mitgespeichert.

Übersetzung außer Haus geben

Für die Zusammenarbeit mit einem Übersetzungsbüro gibt es den Bereich Austausch mit Übersetzungsbüro über der Tabelle.

Export

Das Standardformat der Übersetzungsbranche. Trados, memoQ, Phrase, Smartcat, Lokalise und praktisch jedes andere Werkzeug lesen es direkt — das Büro muss nichts konvertieren.

Weil XLIFF zweisprachig ist (Quelle + Ziel), gibt es je Zielsprache eine Datei: <formular>_<basis>-<ziel>.xlf.

Jedes Segment trägt den Feldbezug als Notiz mit, der Übersetzer sieht also „Titel · nachname" statt eines nackten Wortes. Bereits vorhandene Übersetzungen sind als translated markiert und werden vom Werkzeug nicht erneut zur Bearbeitung vorgelegt.

Für kleine Aufträge, für Fachkollegen statt einer Agentur, oder wenn jemand schlicht in Excel arbeiten möchte. Eine Mappe mit allen Zielsprachen als Spalten.

Die erste Spalte enthält den technischen Schlüssel. Er ordnet die Zeile beim Rückimport zu — Zeilen dürfen also sortiert oder gelöscht werden, der Schlüssel darf nur nicht verändert werden.

Platzhalter müssen erhalten bleiben

Texte können Variablen der Form ${…} enthalten — etwa ${index} in der Zeilen-Überschrift einer Detailtabelle. Diese Zeichenfolge muss die Übersetzung unverändert überstehen, sonst tragen später alle Zeilen dieselbe Nummer. Ein entsprechender Hinweis steht im Kopf der XLIFF-Datei; bei einem größeren Auftrag ist es die Nachfrage wert, ob das Büro Platzhalter schützt.

Rücklauf einlesen

Datei einlesen … nimmt beide Formate entgegen und erkennt am Dateityp, was vorliegt. Zugeordnet wird über den Schlüssel, nicht über die Zeilenposition.

Wichtig: Der Import füllt zunächst nur die Tabelle. Gespeichert wird erst mit dem gewohnten Knopf. So sieht man vorher, was angekommen ist — und kann verwerfen, indem man den Reiter ohne Speichern verlässt.

Die Rückmeldung nennt drei Zahlen:

  • übernommen — so viele Zellen wurden gefüllt.
  • mit inzwischen geändertem Basistext — der Quelltext hat sich seit dem Export geändert. Die Übersetzung wird trotzdem übernommen (bezahlte Arbeit wirft man nicht weg), aber genau diese Zeilen gehören angesehen.
  • unbekannte Schlüssel ignoriert — die Datei enthält Felder, die es im Formular nicht mehr gibt, etwa weil sie gelöscht oder umbenannt wurden.

Kommt eine XLIFF-Datei für eine Sprache, die das Formular gar nicht anbietet, wird der Import mit einem Hinweis abgelehnt statt still zu verpuffen.

Was das Büro zurückschicken soll

Generisches XLIFF — dieselbe Datei mit gefüllter Zielspalte. .sdlxliff (Trados) und .mqxliff (memoQ) sind Arbeitsdateien der Werkzeuge mit eigener Segmentierung und keine austauschbaren XLIFF-Dateien. Wenn so etwas ankommt, ist der Export aus dem Werkzeug noch nicht gemacht.

Wo die Übersetzungen landen

Getrennt vom Formular, pro Sprache. Das hat zwei praktische Folgen: Ein Übersetzer kann arbeiten, während der Formular-Autor am Formular weiterbaut, und eine Änderung am Schema wirft die Übersetzungen nicht weg. Beim Formular-Export und beim Transport zwischen Systemen reisen sie mit.