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Sitzungs-Zeitablauf

Administration → Benutzer & Zugang → Sitzungs-Zeitablauf

Wann eine Anmeldung von selbst endet. Es gibt zwei voneinander unabhängige Grenzen, und es greift die, die zuerst erreicht wird.

Eintrag Werkseinstellung Wird gezählt ab
Leerlauf bis zur Abmeldung 30 Minuten der letzten Eingabe der angemeldeten Person
Längste Dauer einer Sitzung 12 Stunden der Anmeldung — unabhängig von jeder Aktivität
Vorwarnung vor dem Abmelden 2 Minuten —

Ein Feld leer zu lassen heißt „Werkseinstellung". Die Werte gelten sofort, auch für Personen, die gerade angemeldet sind.

Was als Aktivität zählt

Nur was die angemeldete Person wirklich tut: Tastatur, Mausklick, Scrollen, Tippen auf dem Bildschirm. Das Lesen eines langen Formulars zählt also mit, weil Blättern dazugehört.

Nicht als Aktivität zählen die automatischen Abfragen, die KCForms im Hintergrund macht — etwa die Prüfung auf angekündigte Wartungsfenster im Minutentakt. Das ist der entscheidende Punkt:

Warum das wichtig ist

Bis zu dieser Fassung zählte jede Anfrage des Browsers als Aktivität — auch die automatischen. Da KCForms im Minutentakt im Hintergrund anfragt, konnte eine Sitzung nicht ablaufen, solange irgendwo ein Fenster offen stand. Gemessen wurde eine Sitzung, die drei Tage durchhielt.

Ein unbeaufsichtigter Bildschirm blieb damit unbegrenzt angemeldet — genau der Fall, für den es einen Zeitablauf gibt.

Eine angestoßene Maus zählt bewusst ebenfalls nicht: Nur eine Bewegung des Zeigers, ohne Klick oder Taste, lässt den Zähler weiterlaufen. Sonst hätte ein vorbeigehender Kollege gereicht, um die Sitzung offen zu halten.

Warum zwei Grenzen

Der Leerlauf schützt den unbeaufsichtigten Bildschirm. Gegen eine Sitzung, die jemand aktiv offen hält, hilft er nicht — darum gibt es die längste Dauer. Sie lässt sich nicht verlängern; das ist ihr Zweck. Wer sie erreicht, muss sich neu anmelden.

Woher die Werkseinstellungen stammen

Die 30 Minuten liegen in der Spanne, die das OWASP Session Management Cheat Sheet für Anwendungen mit geringem Risiko nennt (15–30 Minuten; bei hohem Schutzbedarf 2–5 Minuten). Die 12 Stunden decken einen Arbeitstag und bleiben unter den Obergrenzen aus NIST SP 800-63B-4 für AAL2 (Leerlauf höchstens 1 Stunde, Gesamtdauer höchstens 24 Stunden).

Beide Grenzen werden auf dem Server durchgesetzt. Die Uhr in der Kopfzeile zählt nur mit; sie entscheidet nichts.

Was die Anwender sehen

In der Kopfzeile läuft eine Uhr mit der verbleibenden Zeit. Sie zeigt immer die nähere der beiden Grenzen. Ein Klick darauf verlängert den Leerlauf — gegen die längste Dauer hilft er bewusst nicht, und dann ist die Uhr auch nicht anklickbar.

Zwei Minuten vor Schluss (bzw. nach der eingestellten Vorwarnzeit) erscheint ein Hinweis mit Angemeldet bleiben und Jetzt abmelden. Bei der längsten Dauer fehlt der Verlängern-Knopf und es steht stattdessen da, dass jetzt gespeichert werden sollte.

Ungespeicherte Eingaben gehen nicht verloren

Während des Ausfüllens sichert KCForms ungespeicherte Eingaben laufend im Browser der ausfüllenden Person. Wird die Sitzung beendet — durch Zeitablauf, einen geschlossenen Browser oder einen Absturz —, fragt das Formular beim nächsten Öffnen:

Für dieses Formular liegen ungespeicherte Eingaben von 14:32 in diesem Browser. Möchten Sie sie wiederherstellen?

Nach dem Speichern wird die Sicherung verworfen. Ältere Sicherungen räumt der Browser nach sieben Tagen selbst weg.

Warum im Browser und nicht als Entwurf auf dem Server

„Entwurf speichern" ist in KCForms kein stiller Zwischenspeicher: Es legt einen echten Datensatz an, durchläuft die Skript-Hooks onBeforeSave, onSubmit und den Workflow — und kann dabei Mails auslösen. Als automatische Aktion kurz vor dem Abmelden wäre das eine Nebenwirkung, die niemand bestellt hat. Die Sicherung im Browser hat keine davon.

Die Sicherung liegt auf dem jeweiligen Gerät

Sie steht nur in dem Browser, in dem getippt wurde — nicht auf einem anderen Rechner und nicht für andere Personen. In einem privaten Fenster oder bei gesperrten Website-Daten gibt es sie gar nicht. Sie ist eine Rettungsleine, kein Ersatz fürs Speichern.

Grenzen der Einstellbarkeit

Sehr kleine Werte werden abgefangen: unter einer Minute Leerlauf und unter fünf Minuten Gesamtdauer nimmt der Server die Untergrenze. Eine Sitzung von zehn Sekunden wäre kein Betriebszustand, sondern ein Vertipper — und einer, nach dem niemand mehr lange genug angemeldet bliebe, um ihn zurückzunehmen.

Die Vorwarnzeit wird auf den Leerlauf gedeckelt. Eine Warnung, die vor dem Beginn des Leerlaufs läge, stünde dauerhaft auf dem Bildschirm. 0 schaltet die Vorwarnung ab.

Wer das ändern darf

Nur Administratoren. Der Bereich erscheint nicht für Teil-Administratoren, und der Server nimmt die zugehörigen Einstellungen auch nur von Administratoren an — wer eine Sicherheitsgrenze verschieben kann, muss Administrator sein.